Normalerweise verfügen Kinder über einen enormen Bewegungsdrang, sie wollen sich also austoben, sich körperlich ausprobieren, sie sind neugierig, wollen erkunden usw. Leider wird dieser Bewegungslebensraum der Kinder in der heutigen Zeit all zu oft beschnitten bzw. eingeengt.
Ruhig sein oder Stille erleben, ist den Kindern ebenso gegeben, gehört jedoch immer weniger zum natürlichen Lebensraum der Kinder. Viel zu oft sind es die Erwaxhsenen, die den Kindern Ruhe und Stille aus ihrem Verständnis heraus vorgeben: „…nun sei doch mal still,…kannst Du nicht mal einen Augenblick ruhig sein.“ …usw. Unter dieser Perspektive wird Stille eher negativ von den Kindern besetzt. Stille erscheint also negativ! Auf diese Weise wird „die bloße Abwesenheit von Geräuschen“ von den Kindern abverlangt und der Zugang zu einer Stille, die Qualität besitzt, verwehrt.
Stille tut gut und sollte vom Kind positiv verstanden werden, denn sie ermöglicht ihm einen Erlebnisraum, der seine Sinne schult und verschafft ihm die Voraussetzung zu einem besseren hören, sehen und fühlen. Den eigenen Lebensraum zu entdecken bedeutet Achtsamsein. Achtsamkeit erfordert nun einmal Stillehalten. Hier geht es nicht einfach um „ruhig sein“ um andere nicht zu stören, sondern vielmehr um zu erkennen und mit dem Erkennen zu handeln.
Hier bieten sich auf hervorragende Weise Sinnesübungen an, die auch wunderbar im Kindergarten angeboten werden können.
Sinnesübungen eigenen sich besonders für Kinder im Alter ab ca. drei Jahren, in diesem Alter sind Kinder besonders neugierig und schnell zu begeistern.
Zu den Sinnesübungen gehören:
- Hören
- Sehen
- Fühlen
- Schmecken, Riechen
Gerade Erzieher und Pädagogen verfügen über ein Repertoire und vielleicht können wir uns hier Anregungen geben, indem wir Beispiele für solche Sinnesübungen sammeln?!
LG Sybille