Entspannung als Mittel der psychosozialen Beratung (1 Leser) (1) Gast
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Hallo zusammen,
ich habe mich soeben hier neu angemeldet und möchte gerne ein Frage zur Diskussion in den Raum stellen.
Ich bin gerade dabei ein Fernstudium zum psychologischen Berater zu absolvieren, da ich für die Alternative des HPPs noch zu jung bin. Da die Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch die enorme Konkurrenz von anderen Beratern, sowie Psychologen etc. eher schlecht sind, möchte ich mir gerne eine zusätzliche Qualifikation aneignen. Dabei habe ich an die Zertifizierung zum Entspannungspädagogen gedacht, der gleich verschiedene Entspannungsverfahren abdeckt. Nun möchte ich aber gerne wissen, ob ich diese Entspannungstechniken (AT, PMR, Fantasiereise) in der Beratung anwenden kann, um beim Klienten eine Entspannung/Lockerung zu erreichen.
Vielen Dank für Euer Feedback.
Gruß, Patrick
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Peter
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Hi Patrick!
Zunächst einmal herzlich willkommen hier im Forum!
Sicherlich kann man im Beratungsprozess auch einige Entspannungselemente einbauen, es ist aber fraglich, ob du für kleine Interventionen eine Fortbildung zum Entspannungspädagogen brauchst.
Es ist halt die Frage, was du gerne mit deiner Zusatzqualifikation erreichen möchtest, willst du nur Entspannungselemente in die Beratung einfließen lassen, oder dir ein zweites Standbein zu schaffen und Kurse bzw. Einzelstunden beispielsweise in Autogenem Training etc. anbieten?
Darf ich fragen, was du von deiner Grundausbildung bist?
schönen Gruß
Peter
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In einem entspannten Körper
kann kein ängstlicher Geist existieren.
E. Jacobson
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Hallo lieber Peter,
danke für Dein schnelles Feedback!
Ich bin Quereinsteiger, soll heißen, dass ich nach meiner schulischen Laufbahn eine kfm. Aubildung allerdings mit Schwerpunkt Kommunikation im Bereich Dialogmarketing absolviert habe. Da ich nebenbei als ehrenamtlicher Telefonberater arbeite, habe ich gemerkt, dass ich mich gerne hauptberuflich im Bereich der psychosozialen Beratung einbringen möchte. Da ich aber wie gesagt keine Abitur nachweisen kann und somit keine Psychologie studieren kann, habe ich mich nach Alternativen umgesehen und bin auf den PB gestoßen, da ich für den HPP zu noch jung bin und man soweiso psychologische Vorkentnisse benötigt. Ich habe mich dann nach Möglichkeiten erkundigt, wie ich meine Qualifikation als PB erweitern kann. Da für die meisten Methoden (Psychodrama, Psychoanalyse etc.) ein Psychologiestudium erforderlich ist, fallen diese Bereiche für mich leider weg. Den EP allerdings kann jeder erlernen und so kam ich auf die Idee verschiedene Entspannungsverfahren in die Beratung einzubringen. Sicher ist es auch denkbar Kurse für die Entspannungsverfahren anzubieten, aber eigentlich möchte ich meine Chancen auf eine Stelle bei einem Beratungsinstitut mit dieser Zusatzqualifikation verbessern. Stellt sich mit nur die Frage, ob ich diese Methoden auch dann noch anwenden kann, wenn ich später HPP bin und einen Klienten mit Krankheitswert behandele. Kann ich als Einstieg in die Therapie trotzdem noch Entspannungsübungen anwenden, bspw. AT bei einer Suchterkrankung, Zwangsstörung etc.?
Viele Grüße, Patrick
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Peter
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Hallo Patrick,
Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung und andere Entspannungsverfahren gehören sicherlich zum festen Inventar einer Psychotherapie. Es gibt viele Indikationen, bei denen ein Entspannungsvefahren Hilfe bringen kann, allerdings in den Händen eines erfahrenen Therapeuten.
Es ist aber fraglich ob du als Psychologischer Berater therapeutisch arbeitest. Der Begriff "Psychologischer Berater" ist ja ebenfalls wie die Bezeichnung "Entspannungspädagoge" nicht geschützt.
In welchem Bereich möchtest du denn mit deiner Qualifikation arbeiten?
schönen Gruß
Peter
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E. Jacobson
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Sybille
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So wie ich Patrick verstanden habe, spricht er von "...wenn ich später HPP bin, kann ich dann..."
Klar ist, das der Psychologische Berater keine Therapie ausüben darf und eben nur Beratung ausübt.
Ich kenne einige Psychologische Berater, die Entspannungsübungen in ihrer Beraterpraxis anbieten, sowohl Einzel- oder in Gruppenarbeit. Aber dafür braucht es nicht unbedingt den psychologischen Berater.
Wenn Du, lieber Patrick richtig einsteigen willst, empfehle ich Dir den HPP dranzuhängen, denn somit kannst Du therapeutisch arbeiten und wie Peter schon sagte, auch Entspannungselemente in Deine Therapie einfließen lassen.
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Einen lieben Gruß, Sybille
Es steckt oft mehr Geist und Scharfsinn in einem Irrtum als in einer Entdeckung.
Joseph Joubert
www.buchwald-seminare.de
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liebe sybille,
vielen dank für deinen beitrag auf meine frage hin.
allerdings ist mir eine sache leider immernoch nicht ganz klar und ich muss doch noch einmal nachhaken:
du schreibst, ich könnte als berater "entspannungsübungen" anbieten. Als HPP könnte ich jedoch "Entspannungselemente in die Beratung einbinden, also therapeutisch arbeiten".
wo liegt hier genau der unterschied, also die grenze?
angenommen es kommt ein junger mann zu mir in die praxis und ich merke, dass sich bei ihm eine blockade aufgebaut hat und um besser mit ihm an seinem problem arbeiten zu können, würde ich ihm anbieten eine entspannungsübung in die sitzung einzubauen.
wäre das denn im rahmen des möglichen?
vielen dank!
patrick
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