Musik zur Entspannung - Wirkung von Musik
Die alten Chinesen wendeten die Musik z.B. auch als schlimmste Folter an. Dabei hämmerten sie pausenlos zermürbende, schnelle und eintönige Rhythmen, bis die Opfer zusammen brachen (erst reagiert das vegetative Nervensystem, dann bricht schließlich der Gesamtorganismus zusammen).
Welche Musik eignet sich zur Entspannung?
Heiner Gembries (Musiktherapeut Augsburg) fand nach einem Experiment mit 100 Personen heraus, dass Menschen im angespannten Zustand besser bei schneller Musik und weniger hektische Menschen hingegen leichter bei langsamer Musik entspannten. Menschen die aktiv sind, bevorzugen schnelle und rhythmische Musik, ruhigere Menschen eher die getragene Musik. Geht man jedoch von der emotionalen Stimmungslage aus, verlangt der „Hektiker“ nach einem „Largo“ und der eher „Ruhige“ nach einer flotten Musik.
Der Wunsch nach Entspannung ist in der Regel das Hauptmotiv, Musik zu hören. Nachweislich beeinflussen Klänge und Rhythmen unseren Herzschlag, den Blutdruck, das vegetative Nervensystem und die Gehirnwellen. Es gibt Musik mit speziellem Rhythmus, der uns in einen Entspannungszustand führt und gleichzeitig bleibt der Geist hellwach und konzentriert. Besonders geeignet, wenn es um z.B. schnelleres und effektiveres Lernen geht.
Es ist also möglich nur mit Musik, den angestrebten Alphazustand zu erreichen. Hier eignen sich getragene Musikstücke z.B. von Telemann, Händel oder Bach. Diese Musik bewirkt, dass sich die Herzfrequenz um etwa fünf Schläge pro Minute verlangsamt und der Blutdruck sinkt.
Auch in der modernen Entspannungsmusik, z.B. langsame elektronische Musik, die über immer wiederkehrende Sätze oder auf- und abschwellender Melodie verfügen, eignen sich zur Entspannung, Hypnose und Selbsthypnose. Suggestionen wirken beispielsweise tiefer, weil eine immer wiederkehrende Klangfolge selbst schon eine suggestive Wirkung hat.